OAT – Open Abdomen Traetment

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Definition

Die offene Bauchbehandlung ist als ein bewusster Verzicht auf den Faszienverschluss am Ende der Indexlaparotomie definiert.
Die Ränder der Bauchwandfaszie werden dabei nicht adaptiert. (Coccolini F, 2017)
Die Abdominalorgane liegen bei der OTA daher zunächst frei und müssen durch chirurgische Verbandstechniken vor schädigenden Einflüssen geschützt werden.
Diese chirurgischen Techniken werden unter dem Begriff des temporären Bauchdeckenverschlusses subsumiert.

Vor- und Nachteile

  • Vorteile:
    • Verkürzte Operationsdauer bei Indexeingriff
    • einfache erneute Evaluation
    • Möglichkeit zur wiederholten Dekontamination (Lavage)
    • bessere Beatmungssituation
    • Verbesserung der renalen und intestinalen Perfusion
  • Nachteile:
    • Ausbildung von enteroatmosphärischen Fisteln
    • laterale Retraktion der Bauchwandfaszie
    • Flüssigkeitsverluste durch Exposition der Viszera

Grundsätze

  • Wichtig für das Outcome nach OTA ist ein strukturiertes Therapiekonzept in interdisziplinärer Abstimmung.

Klassifikation nach Björck 2016:

  • Grad 1: keine Adhäsionen
    • 1A: nicht kontaminiert
    • 1B: kontaminiert
    • 1C: intestinale Leckage
  • Grad 2: beginnende Adhäsionen
    • 2A: nicht kontaminiert
    • 2B: kontaminiert
    • 2C: intestinale Leckage
  • Grad 3: Frozen Abdomen
    • 3A: nicht kontaminiert
    • 3B: kontaminiert
  • Grad 4: enteroatmosphärische Fistel
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